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München/Heidelberg.
28. Mai 2026

Von der Freude am technischen Tun

Mit Förderung der Klaus Tschira Stiftung bietet der MakerSpace der UnternehmerTUM München Workshops für Mittelschulen an.

„MakeDays“ – so heißt ein Projekt für Schülerinnen und Schüler von achten Klassen an Mittelschulen. Fünf Tage lang arbeiten sie jeweils in kleinen Teams an konkreten Problemen. Insgesamt nehmen am Projekt zwölf Klassen teil, viele aus Schulen mit besonderen Herausforderungen. Am Ende stehen greifbare Lösungen: Sie bauen, tüfteln, testen. Und sie lernen, wie Technik Probleme lösen kann.

Die Fragen sind groß, aber die Antworten sind handlich und greifbar. In Teams entwickeln die Jugendlichen Prototypen. Sie sägen, löten, programmieren und dokumentieren. Am Ende steht etwas, das funktioniert.

Gefördert wird das Projekt von der Klaus Tschira Stiftung. „Wir wollen Technikbegeisterung wecken, Berufsorientierung stärken und praktische wie soziale Kompetenzen weiterentwickeln“, unterstreicht Alev Dreger, Programm-Managerin Bildung der Klaus Tschira Stiftung, die das Projekt fördert.

Umgesetzt werden die Workshops vom MakerSpace der UnternehmerTUM, einer Hightech-Werkstatt in München. Hier lernen Jugendliche und Erwachsene, was modernes Handwerk leisten kann mit Maschinen, Werkzeugen und fachlicher Begleitung.

Lernen durch Machen

Ziel ist eine Blaupause für Projektwochen: Kooperationen zwischen Mittelschulen und Werkstätten, die sich übertragen lassen. Die Jugendlichen sollen ihre Stärken entdecken – nicht theoretisch, sondern im Tun. Wissenschaftlich begleitet wird es von der Professur für Formelles und Informelles Lernen der Technischen Universität München.

Der erste Durchgang ist geschafft. Aufgabe: smarte Hochbeete bauen aus Europaletten, mit Solarstrom und automatischer Bewässerung aus der Regentonne. Vier Bereiche standen zur Wahl: Holzbau, Garten und Ernährung, Elektronik und Programmierung sowie Medienarbeit. Sechs Jugendliche pro Team, jeder mit eigener Rolle.

Mehr als Technik

Gearbeitet wird mit einem beweglichen Wochenplan. Ergebnisse werden täglich gezeigt, verbessert, verworfen. Am Ende präsentieren die Teams ihre Lösungen vor Schule, Eltern und lokalen Initiativen. Die Hochbeete bleiben und werden weiter genutzt.

Neben handwerklichem Können lernen die Teilnehmenden auch Teamarbeit. „Wir haben das nur geschafft, weil wir uns gut abgestimmt haben“, sagt eine Schülerin. Andere verstehen erstmals, wie Werkzeuge funktionieren oder wie schnell ein Lasercutter Ideen in Produkte verwandelt.

Auch Nachhaltigkeit wird konkret: Luft, Wasser, Ernährung, Energie. „Viele kennen den Begriff nicht“, sagt Susanne Ciasto von der Projektleitung. „Aber sie wissen sehr genau, wie sie leben wollen.“ Was sie erlebt hat: Unsicherheit weicht Selbstvertrauen. Aus einem „Das kann ich nicht“ wird bei den Jugendlichen dann ein „Ich kann das“.

Die Wirkung wird gemessen. Vorher, währenddessen, danach. „Mit unseren Befragungen werden wir einen differenzierteren Einblick gewinnen und sehen, wie sich beispielsweise der eigene Berufswunsch und die Auseinandersetzung mit diesem bei den Schülerinnen und Schülern verändern“, berichtet Carlotta Lüder von der Technischen Universität München.

Talente kommen ans Licht

„Viele dieser Jugendlichen haben großes Potenzial, aber zu wenig Zugang“, sagt Andrea Lödler von der UnternehmerTUM, „gerade an Mittelschulen schlummert viel Potenzial“. Oft fehlt es an Förderung, Zugang und Selbstvertrauen. Die Workshops ändern das sichtbar: Talente kommen ans Licht, Jugendliche blühen auf und überraschen sogar ihre Lehrkräfte. Oder, wie Michael Lorentschk, der Programmkoordinator, meint: „Die ‚MakeDays‘ zeigen: Wer Technik erlebt, versteht sie. Wer selbst baut, traut sich mehr zu, die Persönlichkeit entwickelt sich. Und manchmal reicht eine Woche, um neue Wege sichtbar zu machen“.

Autorin: Kirsten Baumbusch (kirsten.baumbusch@klaus-tschira-stiftung)

 

Kontakt:

UnternehmerTUM:

Andrea Lödler (Managerin Development)

Tel.: 089 541986-9816

E-Mail: loedler@unternehmertum.de

 

Klaus Tschira Stiftung:

Alev Dreger (Programm-Managerin Bildung)

Tel.: 06221-533 119

E-Mail: alev.dreger@klaus-tschira-stiftung.de

 

Anja Heinzelmann (Leitung Kommunikation)

Tel.: 06221-533 118

E-Mail: anja.heinzelmann@klaus-tschira.stiftung.de

 

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