Fahrrad, Trampolin, Auto, Jeans, Skateboard, Zuckerwatte – all das musste erst erfunden werden. Von wem? Warum? Und was war die erste Erfindung überhaupt? Manches entstand nach langem Tüfteln, anderes durch Zufall oder Missgeschick. In diese Welt führen zwei Ausstellungen im Grazer Kindermuseum FRida & freD, ermöglicht durch die Klaus Tschira Stiftung: „Die Tüftelgenies“ für Kinder ab acht Jahren und „Die Tüftelmäuse!“, ein Mitmach-Abenteuer für Drei- bis Siebenjährige. Zu sehen bis 21. Februar 2027.
Dranbleiben – und die Welt verbessern
Lilian Knobel, Geschäftsführerin Bildung und Wissenschaftskommunikation der Klaus Tschira Stiftung, freut sich: „Der Spirit der Tüftelgenies und der Tüftelmäuse passt wunderbar zur Klaus Tschira Stiftung! Hier wird sichtbar, welche verrückten Wege Erfindungen und damit auch Innovationen manchmal zurücklegen müssen. An manchem haben schlaue Menschen ewig getüftelt, anderes war ein Zufall oder sogar ein Missgeschick. Aber gemeinsam ist vielen Tüftelgenies, dass sie dranbleiben, nicht aufgeben und – dass sie die Welt ein bisschen besser machen möchten.“
Neugier und Fantasie
Das Grazer Ausstellungsteam zeigt: Gute Ideen allein genügen nicht. Es braucht Geduld, Ausdauer und Neugier. Erfindungen treiben die Entwicklung der Menschheit voran, im Guten wie im Schlechten. Wie sähe unsere Welt ohne Kunststoff (1907), Fernsehen (1925), Computer (1941) oder Satellit (1957) aus? Und ohne Mobiltelefon (1973) oder World Wide Web (1989)? Als erste Erfindung gilt der Faustkeil. Vor rund 1,5 Millionen Jahren veränderte er das Leben der Menschen grundlegend. Es folgten Speer, Messer und Hammer, die Beherrschung des Feuers und schließlich das Rad.
Wer baute das erste Fernrohr?
Die Mitmach-Ausstellung „Die Tüftelgenies“ bringt Kindern ab acht Jahren Erfindungen nahe: Wann fuhr das erste Auto? Wer baute das erste Fernrohr? Gab es Jeans schon immer? Wer druckte das erste Buch? Warum fürchteten sich Menschen vor der ersten Dampflokomotive? Der Zugang ist spielerisch und verständlich. Durch eigenes Tun erleben die Kinder physikalische Phänomene und gewinnen naturwissenschaftliche Einsichten mit allen Sinnen.
Spielerisch Phänomene entdecken
„Die Tüftelmäuse“ richten sich an Drei- bis Siebenjährige. Hier wird entlang einer Geschichte um pfiffige Mäusekinder gebaut, erprobt, verworfen und neu gedacht. Die Kinder lassen sich inspirieren, verändern Vorhandenes und entwickeln eigene Ideen weiter. An Werkbänken arbeiten sie mit Schere, Locher, Klebeband und anderen Materialien. Sie tüfteln, grübeln, entwerfen und finden Lösungen: Wie bewegt sich das Karussell? Was treibt die Seilbahn an? Wie kommt das Förderband in Gang? Der Einfallsreichtum kennt keine Grenzen. Die Devise: Alles ist möglich.
Mehr zu den Ausstellungen: https://fridaundfred.at/