Aktuelles
Dresden.
16. April 2026

Polnische Frauenrechtlerin erhält Dresdner Friedenspreis

Die Klaus Tschira Stiftung unterstützt den Preis seit seiner Gründung im Jahr 2010.

Die polnische Autorin und Aktivistin Klementyna Suchanow ist mit dem Dresdner Friedenspreis 2026 geehrt worden. Sie kämpft für Frauenrechte. Die Auszeichnung wurde in der Semperoper verliehen. Die Laudatio hielt der frühere langjährige Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn.

Gewürdigt wird damit das Engagement der Schriftstellerin und Journalistin für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Frieden, so die Initiative Friedenspreis. Die Klaus Tschira Stiftung unterstützt den Preis seit seiner Gründung.

Klementyna Suchanows mutiges Eintreten für Menschenrechte, so hieß es in der Semperoper, strahle weit über die Grenzen Polens hinaus. Suchanow dankte der Initiative: „Ich bin überwältigt von der Auszeichnung“.

Die Preisträgerin ist Mitgründerin der Bewegung „Ogolnopolski Strajk Kobjet“ („Allpolnischer Frauenstreik“). Sie studierte Polnisch und Spanisch an der Universität Breslau und promovierte 2003 in Literaturwissenschaft. 2023 erschien ihr Buch „Das ist Krieg“, das sich mit radikalen Fundamentalisten und deren Auswirkungen auf die Rechte von Frauen und Minderheiten befasst und Anstoß zu einer weltweiten Debatte gab. Suchanow wandte sich insbesondere gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen und einen Abbau des Rechtsstaates.

Der mit 10.000 Euro dotierte Friedenspreis Dresden wird seit 2010 vergeben. Er würdigt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für Frieden, Menschenrechte und Völkerverständigung engagieren. Ausgezeichnet wurden bisher unter anderem Michael Gorbatschow, Alexej Nawalny (posthum) und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.