Mit dem Hörsaal- und Lernzentrum audiMAX erhält der natur- und lebenswissenschaftliche Campus der Universität Heidelberg eine neue architektonische Mitte und einen zentralen Ort für Lehre, Lernen und Austausch: Von der Klaus Tschira Stiftung als Bauherrin errichtet, wird der fünfgeschossige Gebäudekomplex mit einem großen, repräsentativen Hörsaal und weiteren Räumlichkeiten für die Lehre sowie Kommunikations-, Bibliotheks-, Lern- und Ausstellungsflächen nun seiner Bestimmung übergeben.
Schon seit Jahrzehnten sieht die Planung für das Neuenheimer Feld in der Nachbarschaft der Zentralmensa, des Theoretikums und der Physik-Institute einen baulichen Campusmittelpunkt vor. Das nach sechsjähriger Bauzeit fertiggestellte Hörsaal- und Lernzentrum audiMAX wird jetzt wichtige Funktionen für den Campus übernehmen, insbesondere für Studium und Lehre, Information, Kommunikation und wissenschaftlichen Austausch. Herzstück ist das Auditorium maximum – ein Hörsaal mit mehr als 900 Plätzen und damit der größte der Universität Heidelberg. Ergänzt wird er durch Seminar- und Schulungsräume sowie zwei naturwissenschaftliche Hörsäle mit jeweils 270 Plätzen, die sich zu einem weiteren großen Veranstaltungsraum zusammenschalten lassen.
Der von allen Seiten zugängliche Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von rund 8.700 Quadratmetern zeichnet sich durch seine offene Gebäudestruktur aus und ist im Außenbereich über großzügige „Lerntreppen“ mit Sitzstufen an den Campus angebunden. Neben der zentralen Campusbibliothek mit rund 440 Lese- und Arbeitsplätzen bieten großzügige Lern- und Aufenthaltsflächen Raum für Selbststudium, gemeinschaftliches Lernen, Treffen und Kommunikation. Die mehr als 120 freien Arbeitsplätze für Studierende haben zum Teil eine Medienausstattung erhalten. Das Foyer ist für unterschiedliche Veranstaltungsformate konzipiert und soll zudem als Schaufenster für die universitären Sammlungen und Museen dienen. Auch der Außenbereich des audiMAX kann als Fläche für Veranstaltungen genutzt werden, die Treppe bildet eine Art „Tribüne“.
„Wir fördern als Klaus Tschira Stiftung seit über 30 Jahren Forschung, Bildung und Wissenschaftskommunikation in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik“, sagt Lilian Knobel, Geschäftsführerin der Stiftung. „In dieser Zeit haben wir auch mehrere markante Gebäude für die Wissenschaft errichtet. Denn Räume prägen die Lehre, das Lernen und den Austausch. Umso mehr freut es uns, dass beim audiMAX der Fokus auf den Bedürfnissen von Studierenden und Lehrenden liegt.“
„Gerade im digitalen Zeitalter bleiben die echte Begegnung und der unmittelbare Dialog an schönen zentralen Orten wie dem neu geschaffenen Hörsaal- und Lernzentrum auf dem Campus Im Neuenheimer Feld unverzichtbare Voraussetzungen für erfolgreiche Lehre und den Austausch untereinander“, betont Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. „Unser besonderer Dank gilt der Klaus Tschira Stiftung, die mit dem technisch hervorragend ausgestatteten und konzeptionell durchdachten audiMAX nicht nur ein modernes Hörsaalgebäude mit Lern- und Arbeitsräumen geschaffen hat, sondern vor allem auch eine inspirierende Umgebung für Studierende und Lehrende der Universität Heidelberg.“
„Das Hörsaal- und Lernzentrum audiMAX bietet mit seinen auch für Experimentalvorlesungen geeigneten Hörsälen, den Lern- und den Begegnungsflächen ideale Voraussetzungen für forschungsorientierte Lehre und für wissenschaftlichen Austausch“, betont die Rektorin der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frauke Melchior. „Dank des herausragenden Engagements der Klaus Tschira Stiftung können wir unseren Studierenden und Lehrenden auf einem der bedeutendsten Wissenschaftsareale Europas einen Kommunikations-, Lehr- und Lernort der Zukunft bieten.“