Erwünschte Wirkung
Mit der Förderlinie „Komm MINT aufs Land – Museumspartnerschaften“ sollen die Partnereinrichtungen vorhandene MINT-Themen aufs Land bringen und diese in einem neuen/ungewöhnlichen Kontext präsentieren. Sie bieten ländlichen Zielgruppen einen lokalen Zugang und generieren dadurch neues/weiteres Interesse an MINT-Themen. Die Partnerschaften sollen für die Mitarbeiter:innen ein Experimentierraum sein und deren Erfahrung, Vernetzung und Professionalisierung vorantreiben. Im Zuge der Förderlinie sollen Gelingensbedingungen für erfolgreiche Partnerschaften und die Wirksamkeit der Angebote erprobt, umgesetzt und anschließend für den Sektor aufbereitet und publiziert werden.
Die geförderten Projekte sollen die folgenden drei Ziele erreichen (Fokus auf nur ein Ziel ist im Ausnahmefall möglich):
- Es werden mehr MINT-Ausstellungen/Events auf dem Land angeboten wodurch bestehende Besucher:innen neue Einblicke in MINT-Themen erhalten und Erstbesucher:innen auf die lokalen Einrichtungen aufmerksam werden
- Für die Ausstellungen in den kleineren Partnereinrichtungen werden bereits bestehende Konzepte/Exponate der großen Einrichtungen nachhaltig genutzt
- Mitarbeitende der Partnereinrichtungen lernen voneinander, indem sie an Treffen, Workshop- und Trainingsangeboten in den Partnereinrichtungen sowie an externen Netzwerkveranstaltungen teilnehmen
Hintergrund
Das Vertrauen der Bevölkerung in Museen ist groß – sogar bei Nichtbesucher:innen. Museen können dazu beitragen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Große MINT-Museen und Science Center befinden sich vorrangig in Ballungsgebieten und Städten, wohingegen viele der ländlichen kleinen Museen sich der Lokal- oder Regionalgeschichte widmen. Daneben gibt es im Ländlichen weitere kleine ausstellende Kultureinrichtungen und Vereine, die sich nicht unbedingt mit MINT-Themen auseinandersetzen.
Eine Partnerschaft kleiner ländlicher Einrichtungen (mit oder ohne MINT-Fokus) mit größeren MINT-Museen/Science Centern und MINT-Ausstellungshäusern ermöglicht es, ein lokales Publikum mit neuen MINT-Themen zu unterhalten und zu engagieren. Darüber hinaus treiben diese Partnerschaften das gegenseitige Lernen, die Professionalisierung und Netzwerkbildung unter Kulturschaffenden, unabhängig von Themengebiet und Einrichtungsgröße, voran.
Wir möchten mit den Partnerschaften dazu beitragen, mehr MINT-Themen aufs Land zu bringen und bestehende sowie neue Zielgruppen in einem lokalen und mitunter ungewöhnlichen Kontext zu erreichen. Des Weiteren möchten wir Gelingensbedingungen für solche Partnerschaften erproben, untersuchen, definieren und publizieren und somit zum Nachahmen anregen.
Ihr Weg zur Projektförderung – ein zweistufiger Prozess:
1. Einreichung Kurzantrag und Vorauswahl
Der Kurzantrag dient den internen Gremien der Stiftung zur Einordnung und Vorauswahl. Dieser Vorgang ist etwa drei Monate nach der Deadline abgeschlossen.
Ihren vollständigen Kurzantrag können Sie ab 02.03.2026 und bis 13.04.2026 über unser neues Förderportal einreichen. Die Prüfung eingegangener Kurzanträge inklusive möglicher auf Einladung erfolgender virtueller Pitches dauert ab der Deadline bis zu sechs Monate.
2. Aufforderung zum online-Pitch
Im Falle einer positiven Erstprüfung erfolgt eine Einladung zu einem einstündigen virtuellen Pitch: Informationen zum Termin, Ablauf und dem genauen Inhalt erhalten Sie per E-Mail etwa drei Monate nach Ablauf der Deadline.
Am Pitch werden Vertreter:innen der KTS und externe Gutachtenden teilnehmen. Wir behalten uns vor, ein Distributed Peer Review Verfahren einzusetzen.
Haben Sie weitere Fragen? Dann schauen Sie in unsere FAQs!
Übersicht zu den Inhalten des Kurzantrags, der ab 02.03.2026 über das neue Förderportal einzureichen ist
- Projektpartner:innen
- Kontaktdaten des Hauptantragstellenden sowie Einrichtungsportrait (max. 1000 Zeichen)
- Kontaktdaten der Mitantragstellenden sowie Einrichtungsportraits (max. 1000 Zeichen)
- Beim Einrichtungsportrait soll erkenntlich werden, warum Ihre Wahl auf eben diese Partnereinrichtung(en) fiel. Bitte gehen Sie in der Begründung auch auf die örtliche Lage (Stadt oder Land), den thematischen Fokus, Größe der Einrichtung und Professionalisierungsgrad ein. Gab es vorher bereits eine Zusammenarbeit?
- Projektüberblick
- Projekttitel, Kurztitel, geplanter Start und Ende
- Projektziel (max. 1000 Zeichen): was sind die Wirkungsziele Ihres gemeinsamen Projektes?
- Beschreibung des MINT-Themas (max. 500 Zeichen): Welches MINT-Thema wird angeboten und wie wurde das Thema bislang beim Hauptantragstellenden präsentiert?
- MINT-Thema im Kontext der ländlichen Einrichtung (max. 1000 Zeichen): Wie präsentieren Sie die ausgewählten MINT-Themen in einem neuen Kontext? Welche lokalen Bezüge gibt es für die ausgewählten MINT-Themen?
- Zielgruppenbeschreibung (max. 1000 Zeichen): Welche lokalen Zielgruppen adressieren die über das/die Partnereinrichtung/en ausgespielten Ausstellungen und/oder Events?
- Multiplikator:innen (max. 1000 Zeichen): Werden vor Ort Multiplikator:innen eingebunden, um weitere lokale Zielgruppen zu erreichen? Wenn ja, beschreiben Sie die Multiplikator:innen und darüber zu erreichende Zielgruppen und Effekte.
- Training, Vernetzung und Professionalisierung von Mitarbeitenden (max. 3000 Zeichen): Welche konkreten Vorteile sehen Sie für Ihre Mitarbeitenden sowie die Mitarbeitenden der Partnereinrichtung(en). Welche Trainings- und Netzwerkmaßnahmen sind (neben den drei von der KTS ausgerichteten Workshops) geplant?
- Zeitachse und Meilensteine
- Arbeitspakete (max. 5000 Zeichen): Beschreiben Sie für jedes Arbeitspaket (AP) in einem Absatz, was darin erreicht werden soll, mit welchen Mitteln dies umgesetzt wird, wer für das AP verantwortlich ist (Personen/Einrichtungen), wann das AP beginnt und endet.
- Geplante Maßnahmen und methodische Umsetzung
- Maßnahmen (max. 3000 Zeichen): Beschreiben Sie für jedes der genannten Wirkungsziele, mit welchen Maßnahmen Sie dieses erreichen möchten. Maßnahmen sind z.B. Ausstellungen, Events, Workshops etc.
- Beteiligung (max. 500 Zeichen): Listen Sie auf, welche Mitarbeitenden sind in welcher Rolle an den Maßnahmen beteiligt.
- Dissemination
- Dissemination in der Peer-Community (max. 1000 Zeichen): Wie möchten Sie das Projekt in der Peer-Community bekanntmachen?
- Bewerbung der Maßnahmen in der Zielgruppe (max. 1000 Zeichen): Wie bewerben Sie die einzelnen Maßnahmen (Ausstellungen, Events, Workshops, etc) in der jeweiligen Zielgruppe?
- Pressearbeit (max. 1000 Zeichen): Wie bewerben Sie das Projekt in den Medien? Gibt es eigene Kanäle, die Sie für Berichte und Artikel nutzen?
- Evaluation & Erfolgsindikatoren
- Erfolgsindikatoren (max. 2000 Zeichen): Welche Erfolgsindikatoren möchten Sie zur Wirkungsmessung heranziehen, wie Sie diese erheben und wie Sie Monitoring und Reflexion über die Projektlaufzeit hinweg gestalten möchten.
- Finanzierung
- Personalkosten, Eigenmittel, Sachkosten, Drittmittel, Reisekosten, Overheadkosten (max. 10 % der angefragten Fördersumme)
- Auftragsarbeiten (max. 2000 Zeichen): Beschreiben Sie Art der Auftragsarbeiten und geschätzte Summe. Müssen Sie hierfür ausschreiben oder haben Sie bereits eine Vorauswahl an Ausführenden getroffen?
Benötigte Dokumente:
Gemeinnützigkeitsnachweise: Nachweis der Gemeinnützigkeit aller Partnereinrichtungen (§58a AO oder §60a AO) oder Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt (Freistellungsbescheid)
Informationssprechstunden zur Förderlinie „Komm MINT aufs Land –Museumspartnerschaften“
Die Klaus Tschira Stiftung bietet im Rahmen der Förderlinie „Komm MINT aufs Land – Museumspartnerschaften“ regelmäßig Informationssprechstunden an.
Diese richten sich an alle Interessierten sowie potenziellen Antragsteller:innen, die konkrete Verständnisfragen zu den inhaltlichen Anforderungen der Ausschreibung haben.
Wann?
Die Sprechstunden finden an folgenden Terminen jeweils zwischen 9:00 und 13:00 Uhr statt:
- Fr 13.03.2026
- Fr 27.03.2026
- Mo 13.04.2026
Wie?
Die Gespräche erfolgen telefonisch. Um allen Anrufenden gerecht zu werden, steht pro Anfrage ein Zeitfenster von maximal 15 Minuten zur Verfügung. Die zuständige Programm-Managerin ist zur Sprechstunde unter 06221 533 111 erreichbar.
Wichtiger Hinweis:
Wir bitten darum, von schriftlichen oder telefonischen Anfragen außerhalb der Sprechstunden abzusehen.
Für formale oder administrative Anliegen – etwa zu Fristen, Antragsformularen oder Einreichungswegen – schauen Sie bitte in die FAQs und falls noch Fragen offen bleiben, steht Ihnen unser Fördermanagement-Team gerne zur Verfügung: antrag@klaus-tschira-stiftung.de
Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch mit Ihnen!