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Heidelberg/Berlin.
03. November 2026

Von mutigen Forschungsideen zu begehrten ERC Grants

Drei ehemalige Fellows des Klaus Tschira Boost Fund erhalten renommierte europäische Forschungsförderung. Das Programm zeigt, wie wichtig Freiräume für wissenschaftliche Karrieren sind.

Wer in der Forschung neue Wege gehen will, braucht Mut, gute Ideen und vor allem Freiraum. Genau hier setzt der Klaus Tschira Boost Fund an. Das von der Klaus Tschira Stiftung geförderte und von GSO (Guidance, Skills & Opportunities for Researchers) entwickelte und betreute Programm unterstützt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, eigenständig zu forschen, ungewöhnliche Ideen zu verfolgen und auch Risiken einzugehen. Neben einer flexiblen finanziellen Förderung bietet das Programm Workshops, individuelles Coaching und den Austausch mit anderen Forschenden. So stärkt es die Fellows nicht nur in ihrer wissenschaftlichen Arbeit, sondern auch in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung.

Das Ziel: Nachwuchsforschende sollen eigene Forschungsprofile entwickeln, neue wissenschaftliche Wege einschlagen und damit die Grundlagen für ihre weitere Karriere schaffen.

Drei ehemalige Fellows erhalten ERC Grants

Wie erfolgreich dieser Ansatz sein kann, zeigen drei ehemalige Fellows des Klaus Tschira Boost Fund: Dr. Casey Paquola, Dr. Jingyuan Xu und Dr. Romy Lorenz haben in diesem Jahr einen der begehrten Starting Grants des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) erhalten. Diese hoch dotierten Förderungen zählen zu den renommiertesten Auszeichnungen für exzellente Forschung in Europa.

Alle drei betonen, dass der Klaus Tschira Boost Fund einen wichtigen Beitrag zu ihrer wissenschaftlichen Entwicklung geleistet und ihnen neue Perspektiven eröffnet hat.

Mut zu großen Ideen statt Forschung in kleinen Schritten

Für Casey Paquola (Forschungszentrum Jülich, Neuroscience, Klaus Tschira Boost Fund 2022) war die Förderung ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur wissenschaftlichen Selbstständigkeit:

„Der KT Boost Fund war der entscheidende Impuls für meinen Übergang von der Postdoc-Phase zur Leitung einer eigenen Forschungsgruppe. Besonders geschätzt habe ich, dass der KT Boost Fund dazu ermutigt, risikoreichere und ambitioniertere Projekte anzugehen. Über die Generierung von Daten für nachfolgende Förderanträge hinaus hat mich der KT Boost Fund dazu motiviert, meine nächsten Schritte an einer großen Forschungsidee auszurichten, statt mich auf inkrementelle Forschung zu konzentrieren. Ich bin überzeugt, dass diese Denk- und Arbeitsweise entscheidend dazu beigetragen hat, den ERC Starting Grant einzuwerben.“

Auch Jingyuan Xu (Karlsruher Institut für Technologie, Sustainable Energy Technology, Klaus Tschira Boost Fund 2023) hebt die Bedeutung der wissenschaftlichen Freiheit hervor:

„Der Klaus Tschira Boost Fund kam in einer entscheidenden Phase meiner Karriere. Er gab mir die Flexibilität, ambitionierte Forschungsideen zu verfolgen und mein wissenschaftliches Profil weiterzuentwickeln. Dank der Förderung konnte ich mein Team stärken und neue Forschungsansätze im Bereich nachhaltiger Wärmetechnologien erkunden.“

Für Romy Lorenz (Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Cognitive Neuroscientist, Klaus Tschira Boost Fund 2020) war der Boost Fund ebenfalls eine wichtige Grundlage für den nächsten Karriereschritt:

„Der Klaus Tschira Boost Fund hat entscheidend dazu beigetragen, mein eigenständiges Forschungsprogramm zu entwickeln und schließlich den ERC Starting Grant zu erhalten. Die Förderung ermöglichte es mir, über das bestehende Forschungsprogramm, in dem ich mich befand, hinauszugehen und einen völlig neuen methodischen Ansatz zu verfolgen. Dafür erhielt ich sowohl die nötigen Mittel als auch die Freiheit, methodische Kompetenzen aufzubauen und erste Forschungsergebnisse zu gewinnen. Beides war entscheidend, um dieses neue Forschungsgebiet zu erschließen.“

Freiräume schaffen, wissenschaftliche Karrieren stärken

Die Erfolge der drei ehemaligen Fellows zeigen, wie wichtig eine flexible und frühzeitige Förderung für wissenschaftliche Karrieren sein kann. Wer neue Ideen entwickeln und erproben darf, schafft damit auch die Voraussetzungen für größere Forschungsprojekte und langfristige wissenschaftliche Erfolge.

Mit dem Klaus Tschira Boost Fund will die Klaus Tschira Stiftung genau diese Freiräume eröffnen: für mutige Forschung, eigenständige wissenschaftliche Profile und neue Wege in der Wissenschaft.

Mehr über den Klaus Tschira Boost Fund: https://gsonet.org/foerderprogramme/klaus-tschira-boost-fund/

 

Kontakt:

GSO (Guidance, Skills & Opportunities for Researchers)

Dr. Birte Seffert
Telefon: 030-2067 9967
E-Mail: ktboost@gsonet.org

Guidance, Skills & Opportunities for Researchers (GSO) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der Wissenschaftler*innen an wichtigen Karriereübergängen unterstützt: von der Promotion bis zur Professur sowie beim Wechsel in außerakademische Berufsfelder.

GSO bietet Karriereberatung und vernetzt Forschende über Sektorengrenzen hinweg. Gemeinsam mit der Klaus Tschira Stiftung fördert sie mit der Leadership Academy Führungskompetenzen und ermöglicht durch den Klaus Tschira Boost Fund innovative, auch risikoreiche Forschung. Zudem unterstützt sie Forschungseinrichtungen mit Workshops und Beratung bei der Personal- und Organisationsentwicklung.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Wissenschaftsstandort Deutschland. Die Angebote richten sich an Forschende aller Fachrichtungen und Hintergründe.

Mehr über GSO: https://gsonet.org/

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