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Karlsruhe/Heidelberg.
19. März 2026

Verdienstmedaille für Klaus Tschira Stiftung

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) würdigte Geschäftsführerin Lilian Knobel, stellvertretend für die Stiftung.

Im Zuge der „Night of Excellence” würdigte der Präsident des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Professor Jan S. Hesthaven, Geschäftsführerin Lilian Knobel als Vertreterin der Klaus Tschira Stiftung für ihren außergewöhnlichen Einsatz zum Wohl des KIT. Universität und Stiftung verbinde eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit, insbesondere auf dem Gebiet der Wissenschaftskommunikation.

Das Leitmotiv des KIT, so Hesthaven, sei „Science for Impact“, also das Postulat einer Wissenschaft, die in die Gesellschaft hineinwirke. Gelingende Wissenschaftskommunikation sei hierfür unabdingbar. Dass das KIT hier bundesweit eine Vorreiterrolle einnehme, ist laut Hesthaven auch der Klaus Tschira Stiftung zu verdanken.

Der Präsident verwies dabei auf die gemeinsame Gründung des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation (NaWik) als gemeinnützige GmbH im Jahr 2012. Mit Sitz am KIT betreibt das Institut ein bundesweit einzigartiges Weiterbildungsangebot. Das NaWik vermittelt Forschenden, Studierenden und professionellen Öffentlichkeitsarbeiterinnen und -arbeitern, wie Wissenschaft verständlich kommuniziert wird. Dafür entwickelt das NaWik praxiserprobte Aus- und Weiterbildungsformate sowie Evaluationen, die den Teilnehmenden einen hohen Nutzwert für ihren Berufsalltag bieten.

Außerdem verwies Hesthaven in seiner Laudatio auf die Eröffnung des InformatiKOM im Jahr 2023. Das großzügige Geschenk der Klaus Tschira Stiftung habe dem KIT den Herzenswunsch nach einem Ort für spontane Begegnungen und einem gelungenen Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit erfüllt. Auf dem Campus Süd des KIT entstand der Gebäudekomplex, der aus einem sechs- und einem dreigeschossigen Baukörper besteht. Darin wurden die Institute der Informatik, der Wissenschaftskommunikation und der angewandten Kulturwissenschaft zusammengeführt. Die Räumlichkeiten des Hauptgebäudes bieten dabei modernste Lernumgebungen und fördern auf verschiedenste Art und Weise den Dialog.

„Unsere Partnerschaft umfasst Forschung, Infrastruktur und Kommunikation gleichermaßen“, freute sich Lilian Knobel für die Klaus Tschira Stiftung. Sie erlebe das KIT als eine Institution, die mutig neue Wege gehe, offen sei für interdisziplinäre Projekte sowie bereit sei, Wissenschaft auch über die Fachdisziplinen hinaus zu vermitteln, sagte sie am Rande der Verleihung. In diesem Sinn verstehe sie die Verdienstmedaille auch als Auszeichnung für eine gemeinsame Geschichte und eine gemeinsame Zukunft.

Autorin: Kirsten Baumbusch (kirsten.baumbusch@klaus-tschira-stiftung.de)