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Heidelberg
31. März 2025

Klaus Tschira – Erinnerungen an einen großen Förderer

In diesen Tagen gedenkt die Klaus Tschira Stiftung ihres Gründers, der am 31. März 2015 verstorben ist. Überdies feiert die Stiftung, die mit Stolz seinen Namen trägt, in diesem Jahr ihren 30. Gründungstag. Zeit für einen kleinen Rückblick auf einen ganz besonderen Menschen, der weit über die Region hinaus Spuren hinterlassen hat.

Von Schockwellen, gar einem „emotionalen Tsunami“, war die Rede auf der bewegenden Trauerfeier mit 500 Teilnehmenden im April 2015. Von einem großen Vorbild und Förderer, einem Mentor, einem humorvollen Fels in der Brandung und einem engagierten Freund wurde berichtet. Klaus Tschira war es ein Herzensanliegen, dass Forschung und Entwicklung in der Mitte unserer Gesellschaft verankert sind.

Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegneten ihm mit Hochachtung und Respekt und erlebten ihn als zurückhaltenden, aber auch zugewandten Chef, der große Neugierde und Wissbegierde ausstrahlte.

In der Gedenkstunde anlässlich seines Todes würdigten Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft Klaus Tschira als einen Ermöglicher, dem es stets um die zu fördernde Sache ging, nie um den eigenen Glanz und Ruhm. Da war er durch und durch bodenständig und bescheiden, auch wenn er für sein Lebenswerk mit zahlreichen Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, ausgezeichnet worden war.

Klaus Tschira, so hieß es von namhaften Sprecherinnen und Sprechern, habe als Stifter von Vertrauen geprägte Großzügigkeit verkörpert.

„Er war ein Mäzen, der seine lebenslange Leidenschaft für die Naturwissenschaften in unzählige Projekte gegossen hat“, sagte die damalige Wissenschaftsministerin Baden-Württembergs, Theresia Bauer, die später eine Zeit lang einen Sitz im Kuratorium der Klaus Tschira Stiftung hatte.

Professor Holger Hanselka, heute Präsident der Fraunhofergesellschaft und 2015 Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, formulierte: „Wir haben Klaus Tschira als visionären Vordenker kennengelernt, der stets mit Rat und Tat an unserer Seite gestanden hat“.

Der damalige Rektor der Heidelberger Universität, Professor Bernhard Eitel, erlebte den Verstorbenen als einen Forschenden mit einer nicht nachlassenden Begeisterungsfähigkeit. Klaus Tschira war ein Mensch, der die Welt bewegt hat, und das Leben ungezählter Menschen prägte. Darin waren sich die Menschen in der Region, der er sich so sehr verbunden fühlte, einig.

Volker Stollorz, der Geschäftsführer des Science Media Center Germany, das Tschira noch ins Leben gerufen hatte, sprach allen aus den Herzen, als er sagte, Klaus Tschira habe es vermocht, Zukunft zu stiften über den Tod hinaus.

Mit seiner Frau Gerda verband Klaus Tschira eine über 50-jährige Ehe. Seine beiden Söhne Udo Tschira und Harald Tschira sind zusammen mit Gerda Tschira die Gesellschafter der Stiftung. Udo und Harald Tschira tragen gemeinsam mit den Ehepartnerinnen Dr. Antje Tschira und Sigrid Hubeny die Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Stiftung. Mit ihrem Engagement unterstützen sie die kontinuierliche Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Stiftung.

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