Wer mit Fynn Mazurkiewicz (Teamleitung) und Johanna Tolzmann (Didaktischer Kopf und Geschäftsführerin) von IT4Kids spricht, spürt, wie die beiden für ihr großes Herzensthema brennen. Der Initiative geht es darum, Kindern spielerischen Zugang zur digitalen Bildung zu ermöglichen. Und das bereits ab der Grundschule! Seit kurzem unterstützt auch die Klaus Tschira Stiftung das Projekt. Ziel der Förderung ist es, das Angebot „Programmieren im Schulalltag“ in ganz Deutschland auszurollen und damit dem Ganzen noch mehr Wirkkraft zu verleihen.
„Wir freuen uns, das niederschwellige Angebot, das schon früh an den Schulen ansetzt und dazu noch einen integrativen Charakter hat, unterstützen zu können“, sagt die Förderreferentin Bildung der Klaus Tschira Stiftung, Alev Dreger.
Wie funktioniert das Ganze? IT4Kids ist ursprünglich ein gemeinnütziges IT-Bildungsprojekt von Studierenden der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität (RWTH) Aachen. Ziel war und ist es, digitale Bildung in die Schulen zu bringen. Deshalb hat das Team von IT4Kids eine Lernsoftware zum spielerischen Einstieg in die Programmierung und vielfältiges Unterrichtsmaterial entwickelt.
Einfache Handhabung und geringe Zugangshürden
Die einfache Handhabung und geringe Zugangshürden ermöglicht es Pädagoginnen und Pädagogen, selbst aktiv zu werden und spart ihnen viele Vorbereitungsstunden für ihren Unterricht. Aber damit nicht genug: die Schulen erhalten zudem für einen geringen Unkostenbeitrag Fortbildungen zur informatischen Bildung sowie kompetente Unterstützung beim Aufbau ihres digitalen Angebots. Und die Kinder erkunden spielerisch die Welt der Informatik. „Ein perfekter Match“, freut sich Fynn Mazurkiewicz über die immer größere Nachfrage.
Durch die Lehrplan-Analyse aller 16 Bundesländer weiß das Entwicklungsteam von IT4Kids genau, welche Bundesländer an welchen Stellen Informatik vorgesehen haben. So kann der Lehrinhalt sowohl an das Land, wie auch die Altersstufe und die Schulform angepasst werden. Möglich macht das die selbst entwickelte Lernsoftware „Cubi“. „Tolle Lernmaterialien, die gut verständlich sind“, bescheinigen Lehrkräfte dem Werkzeug, das in allen Schulformen und auch mit wenig Deutschkenntnissen funktioniert.
Die kreative Seite der Informatik verstehen
Doch nicht alle Schulen haben die Kapazitäten, ihr pädagogisches Personal fortzubilden. Auch hier hat IT4Kids eine Antwort: Studierende werden zu Übungsleitungen ausgebildet und bieten Projekttage und AGs vor Ort an. Der Vorteil: die Studierenden haben die Möglichkeit, sich für die Gesellschaft zu engagieren und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung. Studierende, die ein Lehramtsstudium machen, erhalten darüber hinaus die Gelegenheit, wertvolle Lehrerfahrung zu sammeln (IT4Kids | IT-Kurse für Grundschulen).
IT4Kids, davon ist das Team überzeugt, ist ein wunderbares Werkzeug, um die Grundkonzepte und die kreative Seite der Informatik zu verstehen und nicht nur Anwendungen zu konsumieren. So kann es gelingen, Angst vor Technologie ganz praktisch zu verhindern. Und das klappt bei Lehrenden wie bei Lernenden. So gelang es beispielsweise auf der Bildungsmesse Didacta binnen einer Woche 650 Lehrkräfte zu begeistern. „Wenn jede 30 Kinder erreicht, gibt es knapp 20.000 neue Kids, die davon profitieren“, so Fynn Mazurkiewicz.
Gerechnet wird mit Lerneinheiten von rund zehn Stunden pro Kind. Das ist recht großzügig bemessen, soll aber sicherstellen, dass wirklich alle mitgenommen werden können. „Die Kinder brauchen auch genug Zeit, um sich mit der Denkweise von Computern vertraut zu machen“, sagt Johanna Tolzmann. Sowohl die Studierenden wie auch die Lehrkräfte bestätigen, dass die Kinder „enorme Freude am Lernen“ entwickeln und selbst sonst vorhandene Konzentrationsprobleme kaum auftreten.
Autorin: Kirsten Baumbusch, kirsten.baumbusch@klaus-tschira-stiftung.de
IT4Kids:
Fynn Mazurkiewicz
fynn.mazurkiewicz@it-for-kids.org
Johanna Tolzmann
johanna.tolzmann@it-for-kids.org
Internet:https://it-for-kids.org
Klaus Tschira Stiftung
Alev Dreger, Förderreferentin Bildung,
Telefon: 06221-533 119
E-Mail: alev.dreger@klaus-tschira-stiftung.de
Anja Heinzelmann, Leiterin Kommunikation,
Telefon: 06221-533 118
E-Mail: anja.heinzelmann@klaus-tschira-stiftung.de