Förderung

Außerschulische oder informelle MINT-Lernort-Konzepte für sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche

search Thema: Implementierung von außerschulischen oder informellen MINT-Lernort-Konzepten für sozio-ökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 16 Jahren in Deutschland
groups Akteure im außerschulischen oder informellen MINT- Bildungsbereich in Deutschland
schedule Frühester möglicher Projektstart: 01. Oktober 2026
warning Ausschreibungsphase 02.03.-29.03.2026
warning Einreichung des Kurzantrags über das neue Portal bis 29.03.2026. Die Prüfung eingegangener Anträge inklusive möglicher virtueller Pitches wird ab der Deadline bis zu 6 Monate dauern. Wir behalten uns vor, ein Distributed Peer Review (DPR) anzuwenden.
schedule Projektdauer bis zu 3 Jahren

Erwünschte Wirkung

Unsere Förderung soll wirkungsvolle und erprobte Konzepte außerschulischer MINT-Lernorte für Schülerinnen und Schüler im Alter von 5 bis 16 Jahren mit einem schwierigen Zugang zu naturwissenschaftlichen Bildungsangeboten etablieren oder verbessern, und damit zur Bildungsgerechtigkeit beitragen. Ziel der Förderlinie ist es, bestehende Erkenntnisse und Ansätze für außerschulische und informelle Lernorte in die Praxis zu überführen und nachhaltige Strukturen für ihre Verbreitung zu schaffen. Die geförderten Projekte sollen mindestens eines der folgenden Ziele erreichen:

  • Es werden mehr Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen durch außerschulische oder informelle MINT-Angebote erreicht.
  • Gelingensbedingungen für die Wirksamkeit der Angebote sind erprobt, umgesetzt und für den Sektor aufbereitet.
  • Das Portfolio außerschulischer MINT-Lernorte wird um innovative Formate für Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Gruppen erweitert.

 

Hintergrund

In Deutschland hängen Bildungschancen immer noch stark vom sozialen, finanziellen, kulturellen und familiären Hintergrund ab. Der schulische Regelbetrieb kann dies nicht ausgleichen – insbesondere im Hinblick auf eine Kernkompetenz der Zukunft: MINT-Bildung.

Zur Erreichung der Zielgruppe sozialökonomisch benachteiligter Kinder und Jugendlicher erweisen sich außerschulische und informelle Lernorte als erfolgreiche Konzepte. Durch diese Lernorte erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten außerhalb des traditionellen Klassenzimmers und losgelöst von starren Strukturen zu erkennen und individuell zu erweitern. Konzepte wie Maker Spaces, Projekte in Museen, Bibliotheken, Junior-Unis, Jugendzentren, Naturparks können zu gezielten Förderangeboten gehören – insgesamt tragen außerschulische und informelle Lernorte dazu bei, das Lernen spannender, individueller, praxisbezogener und nachhaltiger zu gestalten.

Das Potenzial dieser Angebote ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Folgende Verbesserungen sollten durch unsere Förderung ermöglicht werden:

  • Ausweitung von bestehenden Konzepten für auf die oben genannte Zielgruppe,
  • Untersuchungen, die ermitteln, unter welchen Bedingungen außerschulische MINT-Lernort-Konzepte für oben genannte Zielgruppen wirkungsvoll sind,
  • Entwicklung innovativer Konzepte – für die oben genannte Zielgruppe.

 

Ihr Weg zur Projektförderung – ein zweistufiger Prozess:

1. Einreichung Kurzantrag und Vorauswahl

Der Kurzantrag dient den internen Gremien der Stiftung zur Einordnung und Vorauswahl. Dieser Vorgang ist etwa drei Monate nach Deadline abgeschlossen.

Vorschläge für Gutachtende für einen möglichen Pitch sind willkommen. Ausschluss bestimmter Personen wegen Interessenskonflikten ist möglich.

Ihren vollständigen Kurzantrag können Sie ab 02.03.2026 bis 29.03.2026 über unser neues Förderportal einreichen.

 

2. Im Falle einer positiven Erstprüfung erfolgt eine Einladung zum Online-Pitch

Im Falle einer positiven Erstprüfung erfolgt eine Einladung zu einem einstündigen virtuellen Pitch: Informationen zum Termin, Ablauf und dem genauen Inhalt erhalten Sie per E-Mail etwa drei Monate nach Ablauf der Einreichungsfrist für die Kurzanträge.

Pitch-Gremium besteht aus Vertreter:innen der KTS und externer Gutachtenden. Wir behalten uns vor, ein Distributed Peer Review Verfahren einzusetzen.

Haben Sie weitere Fragen? Dann schauen Sie gerne in unseren FAQs vorbei!

Alle Vorgaben zu Struktur und Form sollten unbedingt beachtet werden. Ihr Kurzantrag sollte maximal 13.000 Zeichen, inklusive Leerzeichen) umfassen und folgendermaßen aufgebaut sein:

  1. Projektpartner:innen
  • Kontaktdaten des Hauptantragstellers sowie Einrichtungsportrait
  • Kontaktdaten der Mitantragsstellenden sowie Einrichtungsportraits
  • Einrichtungsportrait: Beschreibung Ihrer Organisation im Hinblick auf Ihre fachliche Expertise, organisatorische Struktur und Umsetzungskapazität im Bereich MINT-Bildung.
  1. Projektüberblick
  • Projekttitel, Kurztitel, geplanter Start und Ende
  • Projektziel (5.000 Zeichen)
  • Beschreibung des MINT-Themas (500 Zeichen)
  • Zielgruppendefinition & -zugang (1.500 Zeichen)
  • Wirkungsziele (1.000 Zeichen)
  1. Geplante Maßnahmen & methodische Umsetzung
  • Zielerreichung (1.600 Zeichen)
  • Partnerinstitution (400 Zeichen)
  1. Evaluation & Erfolgsindikatoren
  • Erfolgsindikatoren zur Wirkungsmessung (2.000 Zeichen)
  1. Dissemination
  • Wie planen Sie die Verbreitung, Verstetigung und ggf. Skalierung Ihrer Projektergebnisse? (500 Zeichen)
  1. Finanzierung 
  • Personalkosten, Eigenmittel, Sachkosten, Drittmittel, Reisekosten, Overheadkosten (max. 10 % der angefragten Fördersumme)
  1. Benötigte Dokumente:

Gemeinnützigkeitsnachweise: Nachweis der Gemeinnützigkeit aller Partnereinrichtungen (§58a AO oder §60a AO) oder Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt (Freistellungsbescheid).

Informationssprechstunden

Die Klaus Tschira Stiftung bietet im Rahmen der Förderlinie regelmäßig Informationssprechstunden an.
Diese richten sich an alle Interessierten sowie potenziellen Antragsteller:innen, die konkrete Verständnisfragen zu den inhaltlichen Anforderungen der Ausschreibung haben.

Wann?
Die Sprechstunden finden an folgenden Terminen jeweils zwischen 9:00 und 13:00 Uhr statt:

  1. Fr 06.03.2026
  2. Fr 13.03.2026
  3. Fr 20.03.2026
  4. Fr 27.03.2026

Wie?
Die Gespräche erfolgen telefonisch. Um allen Anrufenden gerecht zu werden, steht pro Anfrage ein Zeitfenster von maximal 15 Minuten zur Verfügung. Die zuständige Programm-Managerin ist zur Sprechstunde unter 06221 533 119 erreichbar.

Wichtiger Hinweis:
Wir bitten darum, von schriftlichen oder telefonischen Anfragen außerhalb der Sprechstunden abzusehen.

Für formale oder administrative Anliegen – etwa zu Fristen, Antragsformularen oder Einreichungswegen – schauen Sie bitte in die FAQs und falls noch Fragen offen bleiben, steht Ihnen unser Fördermanagement-Team gerne zur Verfügung: antrag@klaus-tschira-stiftung.de

Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch mit Ihnen!

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